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Iran-Unruhen: Die Ereignisse seit der Präsidentenwahl |
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21.06.2009 14:53 |
Vienna Online - Im Iran toben seit der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmoud
Ahmadinejad die größten Unruhen seit der Revolution von 1979. Es folgen
die wichtigsten Entwicklungen seit der Abstimmung vom 12. Juni in
chronologischer Reihenfolge.
13. Juni - Ahmadinejad gewinnt die
Präsidentschaftswahlen nach offiziellen Angaben mit fast 63 Prozent der
Stimmen. Sein reformorienterter Herausforderer Mir- Hossein
Moussavi (Mussawi), ist den Angaben zufolge mit 34 Prozent weit
abgeschlagen. Tausende von Demonstranten stoßen mit der Polizei
zusammen, Moussavi nennt das Ergebnis eine "gefährliche Farce".
15. Juni - Sieben Menschen kommen staatlichen Medien zufolge am Rande einer Großdemonstration von Moussavi- Anhängern in Teheran ums Leben. Auch in anderen Landesteilen kommt es zu Protesten.
16. Juni -
Der führende Oppositionspolitiker Mohammed Ali Abtahi, ein ehemaliger
Vizepräsident, wird nach Angaben seines Büros verhaftet. Der Wächterrat
erklärt sich zu einer teilweisen Neuauszählung der Stimmen bereit,
lehnt aber eine Annulierung ab. Zehntausende Moussavi- Anhänger demonstrieren, das Ahmadinejad- Lager
organisiert eine Gegendemonstration. Die Behörden untersagen
ausländischen Journalisten, ihre Büros zu verlassen, um über die
Demonstrationen zu berichten.
17. Juni -
Erneut ziehen tausende von Demonstranten durch Teheran. Weitere
Oppositionelle werden nach Angaben der Reformbewegung verhaftet.
18. Juni - Tausende Moussavi- Anhänger trauern um die bei den Protesten ums Leben gekommenen Demonstranten.
19. Juni -
Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Khamenei macht im Voraus die
Führer der Reformbewegung verantwortlich, falls es bei den Protesten
zum Blutvergießen kommen sollte. Zugleich betont er, Ahmadinejad habe
die Wahl fair gewonnen.
20. Juni - Der
Wächterrat erklärt sich dazu bereit, zehn Prozent der Stimmen erneut
auszuzählen. Ein massives Polizeiaufgebot geht in Teheran mit
Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten vor. In Staatsmedien
ist von zehn bis 13 Toten und über 100 Verletzten die Rede. Ein
Selbstmordattentäter sprengt sich zudem vor dem Grab von
Revolutionsführer Ayatollah Khomeini in die Luft. |