Deutsch   Farsi Text Size larger Text Size smaller Reset Text Size
Main Menü
Nachrichten
Iran-Infos
Services
About us
فارسی
Geschichte Drucken E-Mail
Artikel Inhalt
Geschichte
Seite 2
Seite 3
Seite 4
Seite 5

Autonome iranische Dynastien

Hand in Hand mit der politischen Auflösung des Abbasidischen Kalifats (um 850 bis ca. 1055) tauchten autonome iranische Dynastien auf: die der Saffariden (867 bis ca. 1495) in Sistan an der afghanischen Grenze, vor allem jedoch die kurzlebige aber prächtige Dynastie der Samaniden aus Transoxanien und Chorasan (819 bis 1005) und schließlich die Dynastie der Tahiriden (821 bis 873) in einem Teilgebiet von Chorasan. Die an das Kaspische Meer grenzenden Provinzen von Dailam entwickelten sich unter Dynastien wie den Zijariden (928 bis 1090) zu einer Hochburg schiitischen Gedankengutes.

 Die wagemutigsten unter diesen Dailamiten waren die schiitischen Bujiden (932 bis 1055), deren Hof sich in Schiraz befand und die den Iran vom Joch der Araber befreiten. Nachdem die bujidischen Emire 945 in Bagdad einmarschiert waren, setzten sie den abbasidischen Kalifen für 110 Jahre unter ihre Vormundschaft, bis sie schließlich ihre Besitztümer, den Irak, das südliche Persien und sogar Oman vereinigten.

Die türkischen Seldschuken marschierten 1055 in Bagdad ein und vertrieben die Bujiden. Ihr Anführer erhielt vom Kalifen, der ihm die weltliche Macht übertrug, den Titel Sultan. Im 11. Jh. bildeten die iranischen Groß-Seldschuken um ihre prächtige Hauptstadt Isfahan herum einen mächtigen Staat, dessen Macht sich unter dem bedeutenden Malek-Schah (gestorben 1092) von Kaschgar (Stadt in Sinkiank) bis nach Syrien ausdehnte. Die türkischen Herrscher nahmen von da an die Kultur und das Regierungssystem der Iraner an.


Mongoleneinfall

1231 überwältigten mongolische Invasoren den Iran, bevor sie die Institution des Kalifats zerschlugen und Bagdad vernichteten (1258). Ein großer Teil des Landes wurde verwüstet, Bevölkerungsgruppen niedergemetzelt und ganze Regionen kehrten wieder zum Nomadenleben zurück. Unter diesen, wieder einmal fremden Herrschern nahm der Iran, der von da an vom arabisch-türkischen sunnitischen Nahen Osten abgeschnitten war, einen eigenständigen Platz in der islamischen Welt ein, was die Entwicklung seiner Eigenart begünstigte. In der Dynastie der mongolischen Ilkhane Persiens (1256 bis 1353) wurde der Iran wieder wirtschaftlich erfolgreich und bekräftigte erneut seine kulturelle Identität, die bis nach Indien ausstrahlte. Der Iran entwickelte sich wieder zu einem Handelsumschlagsplatz zwischen Europa und dem Orient, bevor er um 1340 erneut in verfeindete Fürstentümer aufgeteilt wurde.



 
Währungen
ECB Exchange Rates
Currency EUR 
08-09-2010
USD 1.2744
GBP 0.83160
CHF 1.2903
DKK 7.4449
SEK 9.3185
Wetter
 
Werbung
Sag NEIN zum KRIEG