Erdgeschichtlich war für den Iran besonders das Erdmittelalter (vor 220 Mio. Jahren) entscheidend, als die Gebirgsketten des Elburz und des Zagros aufgefaltet wurden. Die geologische starre Erdplatte des Hochlands war dadurch starken Bruchbewegungen ausgesetzt. In der Neuzeit (Beginn vor etwa 70 Mio. jahren), in der sich auch die Außenseiten der Randgebirge bildeten, brach an den Rändern des Hochlandes durch die starke Beanspruchung die Erdkruste auf. Magma konnte austretten und es bildeten sich Vulkane. Der höchste dieser mittlerweile erloschenen Vulkankegel ist der Damavand mit 5670 m, der im Elborz nordöstlich von Tehran aufragt. Wenn auch sein Gipfel mit ewigem Schnee bedeckt ist, so stößt er dennoch auch heute gelegentlich Schwefeldämpfe aus.
Im Gegensatz zur Tätigkeit der Vulkane ist die Bewegung der Erdkruste noch nicht zum Stillstand gekommen. Deshalb wird das Land noch immer von z.T. schwerwiegenden Erdbeben heimgesucht.
Generell muss man bedingt durch die geografischen Gegebenheiten und das Relief den Iran in vier Landschaften mit unterschiedlichen Temperaturen und verschiedenen klimatischen Bedingungen einteilen:
- die Meeresküstengebiete im Norden am kaspischen Meer, welche sehr regnerisch und fruchtbar sind;
- die Küste des persischen Golfes, besonders die Provinz Hormozgan mit hohen Temperaturen und geringen Temperaturschwankungen aber mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit im Sommer wird der tropischen Trockenzone zugerechnet, was die hohen Temperaturen im Sommer schwer zu ertragen macht. Hier wachsen überwiegend tropische Pflanzen,
- die Gebirgslandschaften mit den beiden Gebirgsketten von Elburz und Zagros, die das innerpersische Hochland wie zwei Becken einer Zange umschließen. Dabei sind die beiden hochgelegenen Gebirgslandschaften des Zagros und Elburz in ihrem Trockensteppenklima vergleichbar, beide ähneln klimatisch dem europäischen Mittelmeer, allerdings kann man beim Zagros die klimatischen Verhältnisse nicht global behandeln, da die extremen Höhenunterschiede auch große Temperaturschwankungen mit sich bringen. Außerdem erstreckt sich dieses riesige Gebirgsmassiv über fast 10 Breitengrade - im Vergleich zu Europa würde das einer Fläche von der Nordschweiz bis nach Sizilien entsprechen. Auch seine Breitenausdehnung von rund 300 Km ist gewaltig.
- das zentraliranische Hochland ist an allen Seiten von Gebirgen umgeben, den Kern des Hochlandes bilden riesige Senken mit ausgedehnten Wüstengebieten. Sandwüsten findet man seltener, häufiger sind es Kies- und Salzwüsten (Kavire). Die bedeutenden dieser Wüsten sind einmal der Dasht-e Kavir( die große Salzwüste), im Süden schließt sich ebenfalls von Gebirgen umfasst die Wüste Lut an, die im Südosten Sand und Dürren aufweist und zu den gefährlichsten und lebensfeindlichsten Wüsten der Erde gehört. In diesem von allen Seiten durch Gebirge geschützten , großflächigen Gebiet herrscht kontinentales Klima vor mit hohen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie Sommer und Winter. Während im Winter Nachtfröste und Schneefall möglich sind, steigen die Temperaturen im Sommer auf über 50 Grad Celcius, was allerdings wegen geringer Feuchtigkeit sich relativ gut ertragen lässt.
Lage Iran: Mittlerer Osten, grenzt nördlich an kaspisches Meer und südlich an den persischen Golf, den Golf von Oman und das arabische Meer.
Geografische Koordinaten: 32 00 N. 53 00 E
Grösse: Total: 1.648 million q Km Land: 1.636 million q Km Wasser: 12,000 q Km
Grenzen: Total: 5,440 KM Angrenzende Staaten : Afghanistan 936 Km, Armenien 35 Km, Azerbaijan 43 Km, Irak 1,458 Km, Pakistan 909 Km, Türkei 499 Km, Turkmenistan 992 Km.
Küsten: 2,440 Km
Klima: Meistens trocken oder halbtrocken, an der kaspischen Küste subtropisch.
Terrain: Raues Hochland, Bergketten Alborz und Zagreb umschliessen das Land. Zentraliran mit 2 Wüsten (Dashte Kavir und Dashte Lut), flaches Land entlang der Küsten.
Höhenunterschiede: Niedrigster Punkt: Kaspischer See -28 m Höchster Punkt: Kuh-e Damavand(Alborzgebirge) 5,671 m
Natürliche Ressourcen: Petroleum, natürliches Gas, Kohle, Chrom, Kupfer, Eisen, Blei, Magnesium, Uranium, Zink, Sulfur
Landnützung: Ackerland: 10.17 % Andere : 88.67 %
Landbewässerung: 75,620 q Km
Besondere Merkmale: Strategische Lage am persischen Golf an der Seestrasse von Hormoz, welche passiert werden muss, um zu den Ölhäfen am persischen Golf zu gelangen.
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